Continental-Betriebsrat begrüßt Investoren warnt aber vor Zerschlagung
Der Gesamtbetriebsrat von Continental hat wegen der möglichen Übernahme der Schaeffler-Gruppe seine Sorge über eine mögliche Zerschlagung des Konzerns geäußert. Diese müsse verhindert werden, erklärte die Vorsitzende des Conti-Gesamtbetriebsrats, Bärbel Bruns gestern (22. Juli 2008) in Hannover.
Deshalb habe sich der Betriebsrat in einem offenen Brief an Schaeffler-Eigentümerin Maria-Elisabeth Schaeffler und Schaeffler-Geschäftsführer Jürgen Geißinger gewendet und fordert konkrete Zusagen der fränkischen Gruppe im Falle, der sehr wahrscheinlichen, Übernahme.
Es werden langfristige Perspektiven für die Conti-Standorte, die Sicherung der Industriearbeitsplätze, keinen Verkauf oder Verlagerung der Kautschuksparte und der Erhalt und der Ausbau der Mitbestimmung auf allen Ebenen gefordert.
Gegen deutsche Investoren habe der Betriebsrat nichts einzuwenden, solange sie die Grundsätze der sozialen Marktwirtschaft einhielten. Conti-Betriebsrat und Aufsichtsratsmitglied Michael Deister sagte, der Betriebsrat müsse zur Kenntnis nehmen, dass Schaeffler mit 36 Prozent der Anteile "im Haus" sei.
Bruns bemängelte die unterschiedlichen Positionen von Manfred Wennemer, Vorstandsvorsitzender der Continental AG, und dem Aufsichtsratschef Hubertus von Grünberg.
Der Continental-Aufsichtsrat wird heute (Mittwoch, 23. Juli 2008) zu einer Krisensitzung zusammen kommen.
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